Umgang mit Stress und Angst während der Menopause

Coping with stress and anxiety during menopause

Was ist das Problem?

Angst ist eine normale menschliche Reaktion auf Stresssituationen. Sie beginnt jedoch dann zu einem Problem zu werden, wenn es schwierig wird, die Angst zu kontrollieren und dies Ihre Lebensqualität beeinträchtigt. Angst ist ein häufiges Menopausensymptom, das Sie plötzlich überkommen oder sich langsam entwickeln kann. Manchmal ist Angst das einzige Symptom der Menopause, das eine Frau empfindet. Sie wird daher nicht unbedingt einen Zusammenhang mit den Wechseljahren herstellen und denken, dass es die äußeren Umstände sind, die sie beunruhigen.

Menschen, die unter Angstzuständen leiden, können ihre Sorgen über alltägliche Ereignisse oft nicht loslassen, obwohl sie wissen, dass ihre Angst in keinem Verhältnis zu der Situation steht, die sie ausgelöst hat. Zu den psychologischen Symptomen von Angst können Nervosität, Konzentrations- oder Entspannungsschwierigkeiten, Anspannung, Hypervigilanz (erhöhte Wachsamkeit), Unruhe und Reizbarkeit gehören. Angst beschränkt sich jedoch nicht nur auf psychische Symptome. Menschen, die unter Angstzuständen leiden, haben in der Regel eine Reihe von körperlichen Symptomen, darunter Herzklopfen, Muskelschmerzen, Verdauungsprobleme, Müdigkeit, übermäßiges Schwitzen, häufiges Wasserlassen und Kurzatmigkeit.

Was sind die Ursachen dafür?

Wir wissen, dass Östrogen einen Einfluss auf die Regulierung von Stimmungen und Emotionen durch das Gehirn hat. Schwankungen des Östrogenspiegels wirken sich direkt auf die neurochemischen Substanzen Serotonin, Noradrenalin, Melatonin und Dopamin aus. Da all diese Neurotransmitter eine wesentliche Rolle bei der Regulierung von Emotionen und Stimmungen spielen, können die Störungen, die durch Schwankungen des Östrogenspiegels während der Menopause verursacht werden, zu Angstzuständen führen.

Welche möglichen Lösungen gibt es?

Eine der ersten Maßnahmen, die Sie in Betracht ziehen sollten, ist die Anpassung Ihres Lebensstils, wie z. B. mehr Sport, eine Überprüfung Ihrer Ernährung und das Ausprobieren von Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation. Wenn diese sanften Methoden nicht ausreichen, zögern Sie nicht, Ihren Arzt zu konsultieren. In akuten Fällen kann eine Hormonersatztherapie (HRT) – mit Östrogen, Progesteron oder einer Kombination davon – notwendig sein. Ein Arzt wird Ihnen auch helfen, die Situation einzuschätzen und zu unterscheiden, ob es sich um Wechseljahresbeschwerden oder tiefer sitzende Symptome handelt, die eine Psychotherapie oder eine entsprechende Medikation erfordern.

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